Erkenntnistheoretische Positionen

  • Menschen erfassen die Welt niemals objektiv fotografisch, sondern konstruieren diese auf dem Hintergrund ihrer bisherigen Welterfahrung subjektiv selbst gestaltend (Luhmann, Foerster u.a.) und leiten daraus ihre Handlungsweisen ab. In unserer rasch sich verändernden Welt erweisen sich viele alte Konstruktionen als untauglich. Zur Erweiterung des Handlungsrepertoires unterstützen Coaches ihre KundInnen dabei, Um- und Neukonstruktionen zu finden, aus denen veränderte Handlungsweisen resultieren können.
  • Wenn Menschen die Welt strukturieren, dann nehmen sie nicht isolierte einzelne Elemente wahr, sondern fügen diese zu gestalthaften Konfigurationen zusammen, die zur Handlungsorientierung dienen (Piaget). Rascher Wandel macht viele dieser kognitiven Schemata unbrauchbar. Konfusion oder Desorientierung sind die Folge. Die Aufgabe der Coaches/BeraterInnen besteht dann darin, die KundInnen zu unterstützen, neue, besser passende kognitive Schemata zu entwickeln und durch Standortwechsel oder im fragenden Dialog eine Vielzahl von Perspektiven und damit unterschiedliche kognitive Schemata ins Repertoire einzubauen.
  • Erkennen ist jedoch kein rein kognitiver Akt, sondern immer auch emotional gefärbt. Hier ist es Aufgabe der Coaches/BeraterInnen, seinen KundInnen in der Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Emotionen zu einer vertieften emotionalen Intelligenz (Cooper, Day, Golemann, u.a.) zu verhelfen.
  • Handlungsleitend ist auch Intuition (Senge, Gerken, Gottwald, Hormann u.a.). Das Phänomen Intuition ist ernst zu nehmen und in die professionelle Arbeit mit einzubeziehen.